Künstliche Intelligenz hält Einzug in Verwaltungen, Förderorganisationen und Unternehmen und damit ins Umfeld sensibler Daten. Gleichzeitig wächst die Sorge um Datenschutz, Nachvollziehbarkeit und die Abhängigkeit von internationalen Technologieanbietern. Die zentrale Frage lautet deshalb nicht mehr, ob KI eingesetzt werden sollte, sondern wie sie souverän, transparent und datenschutzkonform betrieben werden kann. Die Antwort liegt in digitaler Souveränität, offenen Technologien und einer verantwortungsvollen Softwareentwicklung.
Derzeit existieren nur wenige dedizierte KI‑Lösungen für das Fördermittelmanagement. In der Praxis kommen häufig hybride Ansätze aus spezialisierten Plattformen und allgemeinen KI‑Systemen zum Einsatz, die nicht ganz unkritisch zu betrachten sind.
PROUNIX gehört zu den wenigen spezialisierten Softwareunternehmen in Deutschland, die künstliche Intelligenz speziell für die Anforderungen von Förderorganisationen entwickeln. Die Grundlage dafür bilden die langjährige Erfahrung in der Digitalisierung komplexer Förderprozesse sowie das tiefgreifende Verständnis für die fachlichen, rechtlichen und organisatorischen Anforderungen im Fördermittelmanagement. PROUNIX ist auf der Landkarte von KI.NRW gelistet – der zentralen Anlaufstelle für künstliche Intelligenz in Nordrhein-Westfalen.
Dieser Blogbeitrag basiert auf umfassender fachlicher Expertise. Im zweiten Teil wird anhand der PROANDI KI exemplarisch erläutert, wie KI sicher in der öffentlichen Verwaltung eingesetzt werden kann. Hierbei stellen wir zum Thema souveräne KI-Infrastruktur unseren Hosting-Partner Flying Circus vor.
Leichtfertiges Nutzen von künstlicher Intelligenz als generische KI birgt Risiken für Verwaltungen
Generische KIs sind Tools (wie ChatGPT, Gemini oder Claude), die der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Viele Organisationen nutzen die KI-Dienste dieser großen internationalen Plattformen. Die Vorteile liegen auf der Hand: leistungsfähige Modelle, schnelle Verfügbarkeit und einfache Integration. Gleichzeitig entstehen neue Risiken für die Datensicherheit und somit für die Infrastruktur im Land:
- unklare Datenflüsse
- Verarbeitung sensibler Informationen außerhalb Europas
- fehlende Transparenz über die technische Infrastruktur
- Abhängigkeit von einzelnen Anbietern
- eingeschränkte Kontrolle über Weiterentwicklungen
Gerade öffentliche Einrichtungen, Förderorganisationen und Stiftungen müssen bei künstlicher Intelligenz genau hinschauen. Sie tragen Verantwortung für personenbezogene Daten, vertrauliche Informationen und Entscheidungen, die für Menschen, Organisationen und Projekte weitreichende Folgen haben können. Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Datenschutz sind deshalb nicht nur technische Anforderungen, sondern die Grundlage für Vertrauen in öffentliche Institutionen. Wo Entscheidungen nicht mehr nachvollziehbar sind oder Datenleaks bekannt werden, leidet das Vertrauen in Verwaltung und Förderwesen.
Verantwortungsvolle, souveräne KI trägt dazu bei, dieses Vertrauen zu stärken und damit einen wichtigen Beitrag zur Stabilität demokratischer Prozesse und Institutionen zu leisten.
Was bedeutet souveräne künstliche Intelligenz?
Souveräne KI beschreibt den Betrieb künstlicher Intelligenz unter vollständiger Kontrolle der Organisation, die sie nutzt.
Dazu gehören insbesondere:
- Kontrolle über die Daten – was macht die KI mit den Daten? Stichwort: KI-Training mit Daten/offenes oder unkontrolliertes Modelltraining
- Kontrolle über die technische Infrastruktur (Hosting)
- Transparenz über die eingesetzten Systeme (KI-Einsatz ersichtlich machen)
- Nachvollziehbarkeit von Prozessen (Kontrolle)
- Unabhängigkeit von einzelnen Plattformanbietern (KI-Installation beim eigenen Hoster)
Souveräne KI ist ein wesentlicher Bestandteil digitaler Souveränität. Gerade jetzt, in einer Phase rasanter technologischer Entwicklung, müssen Verwaltungen, Förderorganisationen und öffentliche Einrichtungen besonders darauf achten, wie und auf welcher Grundlage künstliche Intelligenz eingesetzt wird. Entscheidungen, die heute bei der Auswahl von KI-Technologien getroffen werden, bestimmen langfristig die Abhängigkeiten von Plattformen, Anbietern und Datenstrukturen.
Wer früh auf souveräne KI setzt, behält die Kontrolle über Daten, Prozesse und Weiterentwicklungen. Gleichzeitig wird verhindert, dass kritische Verwaltungsaufgaben von intransparenten Systemen oder außereuropäischen Technologieanbietern abhängig werden. Für Verwaltungen geht es dabei nicht nur um Datenschutz oder IT-Sicherheit. Es geht um die langfristige Fähigkeit, staatliches Handeln nachvollziehbar, vertrauenswürdig und unabhängig zu gestalten. Souveräne KI schafft die Grundlage dafür, die Chancen künstlicher Intelligenz zu nutzen, ohne die Kontrolle über sensible Daten, öffentliche Prozesse und demokratisch legitimierte Entscheidungen aus der Hand zu geben.
Datensouveränität beginnt bei der Infrastruktur
Wer künstliche Intelligenz nutzt, sollte wissen, wo Daten verarbeitet werden und wer darauf zugreifen kann. Viele KI-Dienste basieren auf internationalen Cloud-Infrastrukturen und übertragen Daten außerhalb des europäischen Rechtsraums. Für Organisationen mit hohen Datenschutzanforderungen ist dies nicht unproblematisch.
- ChatGPT – Microsoft Azure Cloud – USA, EU und weitere
- Gemini – Google Cloud Infrastructure – weltweit
- Claude – AWS (Amazon Web Service) – Kooperation mit Google Cloud
Ein alternativer Ansatz besteht darin, die gesamte KI-Infrastruktur innerhalb Deutschlands oder Europas zu betreiben. Es gibt KI-Anbieter, die Enterprise-Verträge mit zusätzlichen Zusicherungen anbieten – damit sind sie datenschutzfreundlicher positioniert, die Daten werden dennoch nicht zu 100 % in Deutschland oder EU gehostet.
Eine souveräne KI-Infrastruktur sieht wie folgt aus:
- Hosting in deutschen Rechenzentren
- europäische Hardware
- DSGVO-konforme Datenverarbeitung
- vollständige Kontrolle über Datenströme
- Verzicht auf Datenübermittlungen in Drittstaaten
Nur so entsteht echte Datensouveränität.
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Transparenz statt Blackbox
Neben der Datensouveränität stellt die fehlende Transparenz vieler KI-Systeme eine der größten Herausforderungen für Verwaltungen, Förderorganisationen und Stiftungen dar. Häufig ist nicht nachvollziehbar, auf welchen Daten ein Modell trainiert wurde, wie Ergebnisse zustande kommen, wo Informationen verarbeitet werden oder wie sich das System durch Updates verändert. Diese Intransparenz erschwert die rechtssichere Nutzung von KI und kann das Vertrauen in Ergebnisse und Entscheidungen beeinträchtigen.
Gerade in sensiblen Bereichen wie Fördermittelmanagement und öffentlicher Verwaltung sind deshalb nachvollziehbare Prozesse, transparente Datenverarbeitung und überprüfbare KI-Systeme entscheidende Voraussetzungen für einen verantwortungsvollen Einsatz künstlicher Intelligenz.
Typische Transparenzrisiken bei KI-Systemen
- Trainingsdaten nicht nachvollziehbar
- Entscheidungslogik bleibt eine Blackbox
- Datenverarbeitung nicht vollständig transparent
- Modelländerungen schwer nachvollziehbar
- Verantwortlichkeiten unklar
- Ergebnisse nur eingeschränkt prüfbar
- Datenschutz- und Compliance-Risiken
- Vertrauensverlust bei Nutzenden und Organisationen
Transparenz bedeutet deshalb mehr als eine Datenschutzerklärung.
Organisationen sollten nachvollziehen können:
- welche Infrastruktur betrieben wird
- welche Software eingesetzt wird
- welche Modelle genutzt werden
- wie Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt sind
Transparenz ist die Voraussetzung für Vertrauen. Nur wenn nachvollziehbar ist, wie Daten verarbeitet werden und wie Ergebnisse entstehen, können Organisationen KI-Systeme prüfen, bewerten und verantwortungsvoll einsetzen.
KI darf keine neuen Abhängigkeiten schaffen
Wer heute KI einführt, trifft eine Entscheidung für viele Jahre. Deshalb sollten Organisationen darauf achten, nicht von einem einzelnen Anbieter abhängig zu werden. Offene Technologien ermöglichen mehr Kontrolle über Daten, Prozesse und zukünftige Entwicklungen. Das stärkt die digitale Souveränität und schafft langfristige Handlungsfreiheit.
Sichere Nutzung von künstlicher Intelligenz verlangt klare Leitfäden für Mitarbeitende
Eine sichere technische Infrastruktur ist nur die Grundlage. Entscheidend ist auch, wie Mitarbeitende künstliche Intelligenz im Arbeitsalltag nutzen. Organisationen sollten deshalb Leitfäden entwickeln, die festlegen, welche Daten eingegeben werden dürfen, wie KI-Ergebnisse zu prüfen sind und wann menschliche Entscheidungen zwingend erforderlich bleiben.
Verantwortungsvolle KI-Nutzung bedeutet:
- KI unterstützt Mitarbeitende, ersetzt aber keine fachliche Entscheidung.
- Sensible oder personenbezogene Daten werden nur in freigegebenen Systemen verarbeitet.
- Ergebnisse der KI werden geprüft, bevor sie verwendet werden.
- Entscheidungswege bleiben nachvollziehbar dokumentiert.
- Fachprozesse werden unterstützt, ohne Kontrolle oder Verantwortung abzugeben.
So entsteht ein sicherer Rahmen, in dem Mitarbeitende KI sinnvoll nutzen können – ohne Datenschutz, Transparenz oder fachliche Qualität zu gefährden.
PROANDI KI: Souveräne KI für das Fördermittelmanagement
Förderorganisationen verwalten sensible Daten, treffen förderrelevante Entscheidungen und tragen eine hohe Verantwortung gegenüber Antragstellenden, Gremien und Öffentlichkeit. Künstliche Intelligenz kann Förderprozesse erheblich unterstützen. Voraussetzung ist jedoch, dass Sicherheit, Transparenz und Datenschutz nicht nachträglich ergänzt, sondern von Beginn an mitgedacht werden.
Bei der Entwicklung der PROANDI KI standen Sicherheit, Datenschutz und digitale Souveränität von Beginn an im Mittelpunkt.
Statt auf externe KI-Dienste mit schwer nachvollziehbaren Datenflüssen zu setzen, verfolgen die KI-Experten bei PROUNIX in Bonn einen Ansatz, bei dem Transparenz, Kontrollierbarkeit und der Schutz sensibler Informationen zentrale Anforderungen sind. Ergänzt wird dies durch klare ethische Leitplanken, die sicherstellen, dass die KI Menschen unterstützt, ohne deren Verantwortung oder Entscheidungshoheit zu ersetzen. Hierbei orientiert sich PROUNIX an den Empfehlungen des AI Acts und der UNESCO.
Die KI-Funktionen von PROANDI KI wurden von PROUNIX maßgeschneidert für die Anforderungen von Förderorganisationen entwickelt. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht möglichst viele Automatisierungen, sondern die sinnvolle Unterstützung von Menschen im Fördermittelmanagement – Stichwort: Human in the Loop – Förderentscheidungen und Kontrolle liegen beim Menschen.
PROANDI KI unterstützt unter anderem bei:
- Organisationsprüfungen
- Vorprüfungen von Anträgen
- Erkennung möglicher Mehrfachförderungen
- Analyse strukturierter und unstrukturierter Informationen
- Informationsversorgung über Förderprogramme
zusätzlich gibt es noch den PROANDI Chatbot, der Förderorganisationen immens entlastet, weil er die Fragen von Antragstellenden im Prozess der Antragsstellung beantwortet.
Die technische Grundlage der PROANDI KI
Die PROANDI KI wird auf der souveränen Infrastruktur von Flying Circus in Deutschland gehostet. Sie setzt auf nachvollziehbare Prozesse und berücksichtigt die besonderen Schutzanforderungen von Förderorganisationen, Stiftungen und öffentlichen Einrichtungen. Die KI-Plattform von Flying Circus wird mit eigener Hardware in deutschen Rechenzentren betrieben. Daten verbleiben zu 100 % im europäischen Rechtsraum und werden nicht an internationale Hyperscaler oder externe KI-Dienste weitergegeben.
Ein besonderer Fokus liegt auf Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Während viele KI-Lösungen auf schwer überprüfbaren Black-Box-Systemen basieren, verfolgt Flying Circus einen Ansatz der Offenheit. Infrastruktur, eingesetzte Software und KI-Komponenten sind dokumentiert und nachvollziehbar. Gleichzeitig kommen frei verfügbare Open-Weight-Modelle zum Einsatz, wodurch keine Abhängigkeit von einzelnen Technologieanbietern entsteht und langfristige digitale Souveränität gewährleistet bleibt. Damit schaffen PROUNIX und Flying Circus die Voraussetzungen für den sicheren Einsatz künstlicher Intelligenz in Bereichen, in denen Vertrauen, Nachvollziehbarkeit und der verantwortungsvolle Umgang mit Daten unverzichtbar sind.
Die PROANDI KI ist eine Lösung, die Datenschutz, Transparenz, digitale Souveränität und verantwortungsvolle KI-Infrastruktur bis zur Anwendung garantiert.
Fazit
Souveräne KI ist kein technisches Detail, sondern eine strategische Entscheidung. Organisationen, die künstliche Intelligenz einsetzen möchten, sollten nicht nur die Leistungsfähigkeit der Modelle betrachten, sondern auch die Kontrolle über Daten, Infrastruktur und Weiterentwicklung. Erst das Zusammenspiel aus sicherer Infrastruktur, offenen Technologien und verantwortungsvoller Softwareentwicklung schafft eine KI, die Menschen unterstützt, ohne ihre digitale Souveränität aufzugeben. Gerade für Förderorganisationen, Verwaltungen und Stiftungen wird dies in den kommenden Jahren zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor.
PROUNIX verfügt über eine tiefgreifende Expertise in der Entwicklung von Antragssoftware als auch sichere KI. Unsere Beratung blickt auf mehr als 25 Jahre Förderexpertise zurück. Binden Sie uns gerne in Ihre Entscheidungsprozesse ein. Kontaktformular – hier klicken.

